Ausgabe Mai 2013
Fütterungsstudie mit gv-Mais
Kritische Anmerkungen zur Séralini-Langzeitfütterungsstudie aus dem Jahr 2012
Die Gentechnik, die Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse aus der Gentechnologie/ Molekularbiologie in Produkte, hat in vielen Wirtschafts- und Lebensbereichen Eingang gefunden. Allerdings wird in Europa und...
mehrMilchfermentation heute
Bestandsaufnahme und Ausblicke
Fermentierte Milcherzeugnisse stehen vermutlich schon sehr lange, nämlich seit der Mensch milchgebende Tiere zu Nutztieren gemacht hat, auf seinem Speiseplan. Anfangs hat er sicher nur beobachtet, wie die Milch beim Stehenlassen dick wurde und dennoch genießbar war...
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Arzneimittelnahe Lebensmittel: Neue Expertenkommission gegründet
Eine neue Expertenkommission soll Kriterien und Stellungnahmen erarbeiten, die die Abgrenzung von Lebensmitteln und Arzneimitteln erleichtern sollen. Das Ende Januar 2013 gegründete Gremium wird vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz (BVL) und vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) gemeinsam geleitet. Ihm gehören insgesamt 13 Mitglieder an, davon sechs externe Sachverständige verschiedener wissenschaftlicher Disziplinen, etwa aus der Toxikologie, der Pharmakologie, der Ernährungsmedizin und dem Lebensmittel- und Arzneimittelrecht. Fünf weitere stimmberechtigte Mitglieder stammen aus der amtlichen Lebensmittel- und Arzneimittelüberwachung und der behördlichen Risikobewertung; die beiden Vertreter des BVL und BfArM sind nicht stimmberechtigt. Die neue Expertenkommission wurde vor dem Hintergrund gegründet, dass immer mehr Lebensmittel Zutaten enthalten, deren arzneiliche Wirkung in Abhängigkeit ihrer Dosierung nicht ausgeschlossen ist oder deren Einsatz in Lebensmittel grundsätzlich fraglich ist, etwa weil sie als zulassungspfl ichtiges Novel Food gelten. Insbesondere die große Vielfalt von Nahrungsergänzungsmitteln, die oftmals über das Internet vertrieben werden, stellt die amtliche Überwachung vor große Herausforderungen. So zeigen Untersuchungen, etwa im Rahmen des BVL-Pilotprojektes zur Kontrolle des Internethandels, dass auf diesem Vertriebsweg viele Produkte gehandelt werden, deren rechtliche Einordnung schwierig ist. Zumal auch die einschlägige Rechtsprechung zu einzelnen Zutaten bisweilen widersprüchlich ist und für eine abschießende Sicherheitsbewertung von Stoffen oft nur nicht ausreichende Daten vorliegen. Dieses Dilemma soll die neu gegründete Expertenkommission lösen, etwa indem sie Gutachten erarbeitet, auf die gerichtsfeste Vollzugsmaßnahmen gestützt werden können.
Raps: Eine mögliche Eiweißquelle für die menschliche Ernährung
Die Eiweißversorgung ist einer der begrenzenden Faktoren für eine ausreichende Ernährung der Weltbevölkerung. Prof. Gerhard Jahreis von der Friedrich-Schiller-Universität Jena hält es daher für fragwürdig, wertvolles Pfl anzeneiweiß allein in der Tierfütterung einzusetzen. Dabei gingen nämlich rund zwei Drittel des Proteins verloren, welches in der menschlichen Ernährung zu 100 Prozent genutzt werden könnte, so der Ernährungswissenschaftler. Gemeinsam mit seinem Team hat Jahreis jüngst die weltweit erste Studie zur menschlichen Verwertung von Rapseiweiß durchgeführt. Als Vergleichsprotein diente Sojaprotein. Nach der Proteinmahlzeit wurde bei den 28 Studienteilnehmern die Aminosäurenanflutung im Blut analysiert. „Wir konnten feststellen, dass es keine Unterschiede in der Bioverfügbarkeit zwischen den beiden Proteinträgern Soja und Raps gibt“, sagt Jahreis. Damit könne das für die Herstellung von Lebensmitteln vielseitig verwendete und größtenteils in Südamerika angebaute Soja ganz oder zumindest teilweise durch heimisches Rapsprotein ersetzt werden. Noch steht allerdings die Gesetzgebung in Europa dem Einsatz von Rapsprotein in der menschlichen Ernährung entgegen. Denn das isolierte Rapsprotein gilt als Novel Food, welches ohne vorherige Zulassung nicht als Lebensmittel vermarktet werden darf.m sie Gutachten erarbeitet, auf die gerichtsfeste Vollzugsmaßnahmen gestützt werden können. Mit den Studienergebnissen der Jenaer Wissenschaftler, die jüngst in der internationalen Zeitschrift Clinical Nutrition publiziert wurden, könnte sich dies mittelfristig ändern. Zwar sei auch der Prozess des Extrahierens bei Rapsprotein, verglichen mit Soja, etwas aufwendiger, doch stünden bereits jetzt in Deutschland Unternehmen in den Startlöchern, die in der Lage seien, Rapsprotein zu isolieren, so Jahreis.
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