Ausgabe Mai 2012
Anthocyane aus Heidelbeeren
Neue membranchromatografische Methode zur Isolierung von Anthocyanen
Polyphenolreiche Naturstoffextrakte, wie z. B. Heidelbeerextrakte, zeigen aufgrund ihrer antioxidativ wirksamen Inhaltsstoffe zahlreiche gesundheitsfördernde Wirkungen. Auf der Suche nach den bioaktiven Komponenten dieser sehr...
mehrQualitätskontrolle
Nicht zu wenig und nicht zu viel
Schon während des Herstellungsprozesses müssen fertigverpackte Nahrungsmittel strenge Qualitätskontrollen durchlaufen, um die nötige Sicherheit für den Konsumenten aufzuweisen. Neben der Füllmenge werden die Dosen, Schachteln, Beutel oder Flaschen auch auf...
mehrMeldungen
Fettsäure-Datenbank „Seed Oil Fatty Acids”
Die Fettsäuredatenbank „SOFA“ (Seed Oil Fatty Acids) des Max Rubner-Instituts (MRI) ist wieder online. Das Informationssystem zeigt Ergebnisse von über 17 000 biochemischen Analysen rund 130 000 Einzeldaten über die Fettsäure-, Tocopherol-, Sterin- und Triglyceridzusammensetzung von Samenölen aus Wildpflanzen – Primärquellenangaben inklusive. Ein besonderes Merkmal der Datenbank: Auch synonym verwendete Molekülbezeichnungen sind in ihr implementiert und recherchierbar. 2008 wurde SOFA vom Netz genommen und ist nun mit Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz reaktiviert worden. Nach online-Registrierung unter sofa.mri.bund.de ist die Datenbank frei verfügbar.
Hygiene an der Frischetheke: Besser ohne Handschuhe arbeiten
An der Fleisch- oder Käsetheke ist es ein gängiges Bild: Dank der mit Einweghandschuhen geschützten Hände wähnen sich Fachkräfte und ihre Kunden in der Sicherheit, das Beste für eine einwandfreie Arbeitshygiene zu leisten. Doch dies ist mitnichten der Fall, wie Untersuchungen des Instituts für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA) ergeben haben. Geprüft wurde, was hygienischer ist. Dabei zeigte sich, dass das Tragen von Handschuhen gegenüber sachgemäß gereinigten Händen keine Vorteile für die Hygiene bringt. Nachteilig kann es sich hingegen für den Mitarbeiter auswirken: Denn in den Handschuhen herrscht ein Klima, als würde den ganzen Tag mit Wasser gearbeitet. So wird die Haut empfindlich, es bilden sich Risse und im schlimmsten Fall Hauterkrankungen. In der IFA-Studie wurde anhand von Abklatschproben ermittelt, in welcher Geschwindigkeit und in welchem Ausmaß sich Bakterien auf verschiedenen Oberflächen anreichern – auf der bloßen Hand, auf Einweghandschuhen und auf den verwendeten Gerätschaften. Dabei zeigte sich: Egal, ob mit bloßen oder geschützten Händen gearbeitet wurde, die untersuchten Oberflächen zeigten nach fünf Minuten Bakterienanreicherungen in derselben Größenordnung. Das Tragen von Handschuhen hilft also nicht, die Verbreitung der Bakterien einzudämmen. Zentraler „Bakterien-Umschlagplatz“ sind nach der IFA-Untersuchung die Schneidebrettchen. Sie sollten daher immer gut gereinigt und auch häufig gewechselt werden. Dr. Annette Kolk vom IFA empfiehlt Frischetheken-Mitarbeitern zudem, Distanz zwischen sich und der Ware zu schaffen: Das heißt, Auflegebesteck zu benutzen und – etwa beim Wurstschneiden – nicht jede Scheibe mit der Hand zu berühren.
BfR warnt vor „natürlichen“ Schlankheits- und Potenzpillen
Als „rein pflanzlich“ und „frei von Nebenwirkungen“ werden Nahrungsergänzungsmittel zur Gewichtsreduktion oder zur Steigerung der Potenz oftmals beworben. Dabei enthalten die Mittel mitunter unerlaubte, nicht deklarierte arzneiliche Wirkstoffe, wie Untersuchungen von Überwachungsbehörden wiederholt zeigten. Auch das Europäische Schnellwarnsystem für Lebensmittel (RASFF) enthält regelmäßig entsprechende Warnungen. Im Kontext der nach wie vor schwierigen Kontrolle des online-Handels greift auch das Bundesinstitut für Risikobewertung diese Warnungen auf.
Inhalte
» Oktober 2011 – Karriere Spezial
» September 2011 – DLR Spezial
Alle Ausgaben finden Sie als Abonnent vollständig mit allen Literaturangaben und Verweisen unter "Archiv DLR".

